Samstag, 13. Februar 2027 · 19:30 Uhr
St. Markus München
Gabelsbergerstraße 6 · Einlass 19:00 Uhr
Winterkonzert 2027
Sechs sinfonische Dichtungen über Landschaft, Sage und Geschichte Böhmens — darunter „Die Moldau“, eines der meistgespielten Orchesterstücke überhaupt. Unser Semesterprojekt im Winter 2026/27.
Samstag, 13. Februar 2027 · 19:30 Uhr
St. Markus München
Gabelsbergerstraße 6 · Einlass 19:00 Uhr
Sonntag, 14. Februar 2027 · 19:30 Uhr
Alter Speicher Ebersberg
Im Klosterbauhof 4 · Einlass 19:00 Uhr
I. Vyšehrad
II. Vltava (Die Moldau)
III. Šárka
IV. Z českých luhů a hájů (Aus Böhmens Hain und Flur)
V. Tábor
VI. Blaník
Die sinfonischen Dichtungen aus dem Zyklus„Má vlast“ sind Bedrich Smetanas musikalische Liebeserklärung an Böhmen und eines der großen Orchesterwerke des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1874 und 1879 schrieb Smetana die sechs Werke unter denkbar schweren Umständen: Gleich zu Beginn der Arbeit verlor der Komponist vollständig sein Gehör. Wie einst Beethoven komponierte er fortan nur noch mit dem inneren Ohr und schuf dabei Musik von leuchtender Farbigkeit und erzählerischer Kraft.
Der Zyklus beginnt mit „Vyšehrad“: Zwei Harfen beschwören den Barden Lumír, der vom einstigen Glanz der Prager Königsburg singt. Es folgt die berühmte „Moldau“, die den Fluss von seinen zwei Quellen bis nach Prag begleitet, vorbei an Jagdgesellschaften, einer Bauernhochzeit und Nymphenreigen im Mondlicht. „Šárka“ erzählt die dramatische Sage einer rachsüchtigen Kriegerin, während „Aus Böhmens Hain und Flur“ die Landschaft zwischen Dorfmusik und Waldesrauschen zum Klingen bringt. Die beiden Schlussteile „Tábor“ und „Blaník“ sind den Hussiten gewidmet. Ihr Choral „Ihr, die ihr Gottes Streiter seid“ durchzieht beide Sätze. Der Legende nach schlafen im Berg Blaník Ritter, die dem Land in höchster Not zu Hilfe kommen. Am Ende verwandelt sich der Choral in eine strahlende Hymne, in der auch das Vyšehrad-Motiv wiederkehrt, und der Kreis schließt sich.
„Má vlast“ hat sich seither als einer der bekanntesten und gleichzeitig beliebtesten sinfonischen Zyklen etabliert. Da überrascht es wenig, dass seit der Uraufführung 1882 „Má vlast“ für Tschechien weit mehr als ein Konzertwerk geworden ist: Bis heute eröffnet der Zyklus alljährlich das Festival Prager Frühling und begeistert Jahr für Jahr Tausende.

Musikalische Leitung
Der norwegische Komponist und Dirigent leitet das Accento Orchester seit Oktober 2023. Seine Kompositionsausbildung erhielt er an der Hochschule für Musik und Theater München bei Moritz Eggert sowie an der Grieg Academy in Bergen.
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